Dunkles Gold – Mirjam Pressler

Hey, ich melde mich mal wieder. Ich hoffe, du hattest schöne Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Ich bin zurück, dieses mal mit einer Rezension zu einem Buch, das schon seit einer ganzen Weile auf meinem SuB liegt und das die Geschichte von zwei Mädchen in zwei verschiedenen Jahrhunderten in der selben Stadt erzählt. Es geht um Judentum und darum, den Platz im Leben zu finden. Wie ich das Buch fand, erfährst du, wenn du weiterliest.

Infos:

  • Seiten: 333
  • erschienen: 2019
  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • Originalsprache: deutsch

Inhalt:

Rachel muss 1349 mit ihrem Vater und ihrem Bruder nach Polen fliehen. Wegen der Pestilenz, aber auch wegen dem wachsenden Antisemitismus. Sie muss viel durchmachen und wird auf der Reise von einem unschuldigen Kind zu einer jungen Frau, die sich in der Welt durchschlägt. Ihr Vater hat vor der Abreise ihr gesamtes Vermögen versteckt.

Lauras Mutter ist Historikerin und ihr ganzes Leben dreht sich um den Erfurter Schatz, der von einem jüdischen Kaufmann im vierzehnten Jahrhundert versteckt wurde. Eigentlich kennt Laura diese Geschichte in und auswendig und ist ihr auch überdrüssig, aber dann kommt ihr die Idee, darüber ein Graphic-Novel zu zeichnen. Dabei lernt sie Alexej kennen, der Jude ist und dessen Großmutter ebenfalls eine Geschichte von einem Schatz zu erzählen hat.

Laura erfährt, wie schwer es auch in der heutigen Zeit noch ist, jüdisch zu sein und in wie viele Fettnäpfchen man dabei tritt. Aber sie lernt auch viel über Freundschaft und was es heißt, für sich einzustehen.

Meine Meinung:

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich mir eine Sicht auf das Judentum in verschiedenen Zeiten erhofft habe. In der Tat wird auch einiges erwähnt über die Art, wie Juden im Vierzehnten Jahrhundert gelebt haben. Und natürlich auch etwas über das heutige Judentum. Allerdings gab es weniger “Standart Informationen” als ich gedacht hätte. Man muss wohl schon ein bisschen Vorwissen haben.

Vom Schreibstil und Gefühl hat mich zumindest der moderne Teil des Buches sehr an Sofies Welt von Jostein Gaarder erinnert. Teils hab ich gar nicht geglaubt, dass es in unserer heutigen Zeit spielt, es hätte auch ohne weiteres vor zwanzig Jahren sein können. Des weiteren finde ich, dass die Sicht auf Laura aus einer recht erwachsenen Perspektive geschrieben war, wenn ihr versteht was ich meine. Es war definitiv anders als ein Jugendbuch und ihre Gedanken waren etwas altmodisch. Aus meiner Sicht war ihr Handeln recht untypisch für ihr Alter in der heutige Zeit.

Was Rachels Geschichte angeht, so habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in ihre Geschichte hineinzukommen und habe mich vorerst mehr auf Lauras Kapitel konzentriert. Aber dann sind schockierende Dinge passiert und Rachel, die ich zuerst als nicht sehr bemerkenswert eingeschätzt hatte, traf plötzlich schwere Entscheidungen für ihren Bruder und ist ziemlich stark. Diese Charakterentwicklung fand ich sehr toll.

Im Gegensatz dazu muss Laura nicht viel durchmachen, aber auch sie kommt zu wichtigen Erkenntnissen.

Zusammenfassend also ein interessantes Buch mit toller Charakterentwicklung über die Geschichte von Judentum und viele andere Themen.

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