Bücher,  Jugendromane

Was wir dachten, was wir taten – Lea-Lina Oppermann

Als ich dieses Buch gesehen habe, hatte es sofort meine Aufmerksamkeit. Amokläufe in Schulen – ein ziemlich krasses, aber auch sehr aktuelles Thema. Das Buch verspricht einen Blick hinter die Fassade und erzählt das anhand einer fiktiven Geschichte. Klingt ziemlich interessant oder? Ob es meinen Anforderungen gerecht wurde, erfahrt ihr hier.

Infos:

  • 180 Seiten
  • erschienen: 2017
  • Verlag: Beltz & Gelberg
  • Originalsprache: deutsch

Inhalt:

Während einer Matheklausur schallt plötzlich eine Durchsage durchs Klassenzimmer. Schnell ist klar, das ist der Amokalarm. Während der Lehrer Herr Filler versucht, alles unter Kontrolle zu halten, merken die Schüler schnell, dass er im Angesicht der Situation seine Autorität verloren hat.

Und während am Anfang noch Unsicherheit herrscht, ob das alles nur eine Übung ist, eskaliert dann alles ganz schnell und die Stimmung kippt. Klar ist jetzt, es gibt einen Amokläufer.

Die Klasse muss sich jetzt dem Unfassbaren stellen. Sie durchleben Angst, Schmerz, Entsetzten. Mark, Fiona und Herr Filler lassen uns an ihren Gedankengängen teilhaben.

Meine Meinung:

Wie bereits gesagt, war ich super gespannt auf dieses Büchlein wegen der Thematik und ich habe es auch recht schnell durchgelesen.

Der Anfang ist toll und ich bin gut reingekommen. Die Gefühle der Schüler*innen sind realistisch beschrieben, man kann richtig mitfühlen. Allerdings hängt es in der Mitte ziemlich durch und die Situation wird etwas unrealistisch, da ich nicht glaube, dass sich gewisse Personen, vor allem Jugendliche in der Gegenwart einer so akuten Gefahr so verhalten würden, wie sie es hier tun.

Kurz vor Ende gibt es aber nochmal eine Szene, die mir akute Magenschmerzen verursacht hat, weil ich nicht fassen konnte, dass so etwas passiert. Von dieser art gibt es ein paar Momente in dem Buch, jedoch haben sie nicht überwogen.

Das tatsächliche Ende ist dann aber wieder relativ enttäuschend. Ich war nicht wirklich zufrieden nach dem Lesen (was ja auch auf keinen Fall die Aufgabe eines solchen Buches ist, aber ich meine in diesem Fall eher den storytellerischen Aspekt).

Die Charaktere sind ganz interessant, aber nicht sehr tiefgründig. Ich habe auch das Gefühl, keinen der drei Erzählenden in irgend einer Art und Weise kennengelernt zu haben. und während mich die Situation wie gesagt am Anfang und dann immer wieder mal mitgerissen hat, war ich genau so lange Zeit enttäuscht.

Deshalb ist dieses Buch leider eine Enttäuschung für mich.

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