Das Gegenteil von Hasen – Anne Freytag

Infos:

  • Seiten: 416
  • erschienen: 2020
  • Verlag: Heyne
  • Originalsprache: deutsch

Inhalt:

Julia ist beliebt an ihrer Schule und Marlene ist ihre beste Freundin, aber was sie wirklich denkt, erzählt Julia keinem. Dafür schreibt sie alles in einen Blog, der aber nicht online ist. Dort steht ihre ungefilterte Meinung zu ihren Mitschülern zu lesen, die tief aus ihrem Herzen kommt und aus gutem Grund geheim ist.

Aber dann verliert Julia ihren Laptop – und ihr Blog wird veröffentlicht. Jeder kann jetzt ihre Meinung und ihre intimsten Gedanken über ihre Freunde lesen.

In das alles verstrickt sind Edgar, mit dem sich Julia ganz zart anzufreunden begonnen hat, Linda, seine beste (und Ex-) Freundin samt deren neuer Freundin Momo, Julias scheinbar perfekte beste Freundin Marlene sowie ihr Bruder und noch-Freund von Julia.

Ihre Geschichten werden wir in diesem Buch verfolgen und sehen, wie sie alle zusammenhängen.

Und natürlich muss am Ende geklärt werden, wer die Beiträge veröffentlicht hat.

Meine Meinung:

Dies ist mein zweites Buch von Anne Freytag. Nachdem ich den Mund voll ungesagter Dinge wirklich toll fand, hatte ich hohe Erwartungen an diesen Roman und war so auf den ersten hundert Seiten erst einmal etwas vor den Kopf gestoßen.

Anfangs wirkte die Geschichte nämlich ziemlich chaotisch, es wurde aus sehr vielen Perspektiven erzählt, ich musste die verschiedenen Namen erst einmal den Charakteren zuordnen lernen. Auch an den Schreibstil musste ich mich erst wieder gewöhnen, der ist auf eine art und weise ziemlich umgangssprachlich, aber dann wieder sehr bildhaft.

Genau das lernte ich mit der Zeit daran aber wieder zu schätzen und so würde ich jetzt sagen, dass die Autorin es schafft, durch ihren Schreibstil (vielleicht auch durch die Tatsache, dass die Geschichte in Deutschland spielt, wo ich lebe) die einzelnen Szenen sehr sehr real wirken zu lassen.

Von den Figuren waren mir die meisten nicht so nah und doch wirkten sie sehr real. Am sympathischsten fand ich tatsächlich noch Momo.

Die Handlung war nicht so darauf fixiert, die Person zu finden, welche die Einträge veröffentlicht hat, wie ich dachte. Es ging viel mehr um die Probleme der fünf sechs Hauptfiguren, wie die Einträge ihr Leben ändern und wie sie damit umgehen. Dadurch war die Geschichte zwar kein Jugend-Mystery Roman, aber das waren nur meine falschen Erwartungen und tat der Geschichte nichts ab.

Das Ende hat mich dann nicht so zufriedengestellt, wie ich es gerne gabt hätte. Das war schade, da mich die Story zwischendurch ziemlich gepackt hatte. Insgesamt war die Geschichte also toll, abzüglich der ersten hundert Seiten zum reinkommen und den letzten paar Kapiteln. Die Kapitel waren übrigens immer recht kurz und bündig, was ich als sehr angenehm zu lesen empfunden habe.

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