Die Tribute von Panem X, das Lied von Vogel und Schlange – Suzanne Collins

Für alle Fans von Katniss Everdeen ist dieses Jahr ein neuer Band der Hungergames Reihe erschienen, der zeitlich vor der bisherigen Handlung spielt, genauer im Jahr der zehnten Hungerspiele. Darin verfolgen wir den jungen Coriolanus Snow, der später zum Widersacher der Rebellen und Katniss werden soll.

Infos:

  • Seiten: 608
  • erschienen: 2020
  • Verlag: Oetinger
  • Originaltitel: The Ballad of Songbirds and Snakes
  • aus dem englischen übersetzt von Sylke Hachmeister und Peter Klöss

Inhalt:

Coriolanus Snow lebt mit seiner Cousine und Großmutter in einem stattlichen Haus im Kapitol, aber die guten Zeiten der Snows sind vorbei.

Im Gegensatz zu seinen Mitschülern ist bei Coriolanus zu Hause das Essen knapp, nachdem er im Krieg sowohl seinen Vater als auch seine Mutter verloren hat. Das weiß er aber gut zu verbergen, und als angekündigt wird, dass bei den diesjährigen Hungerspielen jedes Tribut einen Schüler als Mentor bekommt, wittert er seine Chance, sich zu präsentieren und so an ein Stipendium für sein Studium zu kommen.

Leider wird ihm gerade das Mädchen aus Distrikt 12 zugeteilt, Lucy Gray Baird, worüber Coriolanus zunächst nicht sehr erfreut ist. Allerdings stellt sich heraus, dass Lucy Gray ein ordentliches Talent zum Singen hat, was ihr zwar in der Arena nicht groß weiterhelfen wird, wohl aber um die Zuschauer für sich zu gewinnen.

Die Tribute werden vom Kapitol menschenunwürdig behandelt, was einigen Mitschülern nicht gefällt, besonders Sejanus, den Coriolanus nur als nervig empfindet.

Diese Hungerspiele sollen anders werden als die bisherigen und das werden sie auch. Die oberste Spielemacherin Dr. Gaul hat sich einige grausame Kniffe ausgedacht, vor denen Coriolanus Lucy Gray unbedingt beschützen muss.

Dabei laufen einige Dinge ganz und gar nicht wie geplant und schon bald gibt es die ersten Opfer in und außerhalb der Arena…

Meine Meinung:

Dieses Sequel hat mich mal wieder in die dystopische Welt von Panem entführt und das hat mir sehr gefallen. Es war sehr spannend, zu sehen, wie anders und noch viel grausamer die Hungerspiele in ihrer Anfangszeit waren.

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt. Was im Letzten passiert, möchte ich nicht vorwegnehmen, aber im Ersten bereiten wir uns auf die Hungerspiele vor und im zweiten Teil finden sie statt. Ersteres hat mich nicht wirklich gepackt und obwohl einiges passiert ist, war ich froh, den zweiten Teil zu erreichen, welchen ich sehr viel spannungsreicher fand. Der dritte Teil war dann nochmal eine komplett neue Handlung, aber auch hier gab es viel Spannung.

Die Handlung war durchgängig sehr ereignisreich und voller wirklich guter Twists. Teils war ich echt geschockt vom Vorangang der Geschichte.

Coriolanus soll uns als Protagonist natürlich nicht sympathisch sein, da wir wissen, was er in Zukunft alles grausames tun wird. Ich muss sagen, dass ich ihn einen Großteil der Geschichte nicht wirklich einschätzen konnte. Seine Launen und Meinungen ändern sich oft, aber seine Taten haben ihn gerade gegen Ende absolut verabscheuenswert gemacht.

Lucy Gray konnte ich ebenfalls schwer einschätzen und hätte gerne ein bisschen mehr über sie erfahren, an sich fand ich sie aber toll.

Gerade im ersten Teil kommen sehr viele Namen vor, die ich nicht immer mit den richtigen Personen verbinden konnte und öfter durcheinander gebracht habe.

Die Spannungskurve war nicht wie bei anderen Büchern, aufs Ende ausgerichtet, sondern hat wie bereits erwähnt, immer mal wieder kleine Höhepunkte erreicht und so etwas wie ein Finale gab es nicht.

An sich war die Story aber wirklich interessant und hat mich auch großteils überzeugt. Also ein gelungenes Sequel, das ich aber nur Fans empfehlen würde.

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