“An angel and a demon” – Good Omens ⎮Serienrezension

Ihr habt einen speziellen Humor und Lust auf ein verrücktes Weltendsszenario mit liebenswürdigen Charakteren und einer sehr schrägen Handlung? Schaut Good Omens!

Ich habe übrigens bereits eine Rezension zu der Buchvorlage geschrieben, die findet ihr hier.

Infos:

  • Genre: Comedy, Fantasy
  • Produktionsland: England
  • Produktionsjahr: 2019
  • Staffeln: 1
  • Folgen: 6
  • wo erhältlich: Amazon Prime
Auf dem Bild: Michael Sheen & David Tennant

Inhalt:

Der Dämon Crowley soll den Sohn des Teufels, den Antichrist, zu menschlichen Eltern bringen. Sobald er elf Jahre alt ist, wird er (der Antichrist) die Apokalypse einläuten. Aber Babys werden vertauscht und so weiß niemand, wo der wahre Antichrist ist. Crowley macht sich zusammen mit dem Engel Eziraphel auf die Suche nach dem Jungen. Dabei läuft nicht alles glatt, da sowohl der Himmel, als auch die Hölle nichts davon mitbekommen sollen.

Crowley und Eziraphel waren schon seit Anbeginn (wortwörtlich) dabei. Und sie haben im Laufe der Weltgeschichte gemeinsam schon so manche Sache vertuscht. Ihre Beziehung war dabei nicht immer die beste.

Jetzt soll ein Hexensucher-Feldwebel helfen. Und hinzu kommt noch Anathema Apparat, die Nachfahrin der letzten wahren Hexe Agnes Spinner, welche Verfasserin des Werkes Freundliche und zutreffende Weissagungen der Agnes Spinner ist. Durch dieses Buch weiß Anathema genau, was als nächstes passieren wird. Auch, dass in drei Tagen Weltuntergang ist.

Als letzteres auch die vier Reiter der Apokalypse mitbekommen, machen sie sich umgehend auf den Weg in das kleine Dorf Tadfield, wo ein gewisser Adam Young mit seinen Freunden Pepper, Brian, Wensleydale und seit neuestem auch seinem Höllenhund “Hund” lebt.

Alle Wege führen nach Tadfield. Aber ist der Weltuntergang überhaupt noch zu stoppen? Ist er unausweichlich? (Das Wortspiel funktioniert leider nur auf englisch)

Den englischen Trailer findet ihr hier und zum deutschen geht’s hier.

Im Bild: Jon Hamm

Meine Meinung:

Nachdem ich das Buch gelesen und (unfreiwillig!) sämtliche Memes und Trailer zu dieser Geschichte gesehen hatte, hab ich mich sehr auf die Serie gefreut.

Und ich muss sagen: ich liebe es!

Neil Gaiman, welcher ja (mit Terry Pratchett) die Buchvorlage für die Miniserie geschrieben hat, war auch an der Serie beteiligt, und zwar schrieb er nicht nur das Drehbuch, sondern musste auch bei allen Entscheidungen hinzugezogen werden.

Soweit ich das beurteilen kann, hat das der Serie sehr gut getan. Es gibt zwar ein paar Abweichungen vom Buch, was ich aber zum Großteil nicht schlimm fand und es gab auch einige Ergänzungen, was ich sehr cool fand.

Der Fokus der Serie liegt auf dem Dämon Crowley und dem Engel Eziraphel, deren Ehe fast schon Kanon ist. Die beiden sind sehr coole Charaktere, die sich toll ergänzen und herrlich streiten und David Tennant und Michael Sheen sind wie gemacht für die Rollen.

Ich finde auch die Besetzung der Nebenrollen großteils sehr gelungen. Es waren auch einige bekannte Schauspieler dabei (alle drei Holmesgeschwister aus Sherlock, achtet mal drauf!). Das Set- und Kostümdesign ist sehr farbenfroh und hier und da dezent übertrieben, aber hey, das ist Good Omens.

Auf dem Bild: Amma Ris, Sam Taylor Buck und Ilan Galkof

Die Story ist wirklich abgedreht und der Humor nicht für jeden was, aber ich konnte viel lachen dabei. Und der Soundtrack ist gigantisch. Nicht nur spielt Crowley bei jeder möglichen Gelegenheit Queen’s Greatest Hits, das Main Theme hat es mir auch sowas von angetan.

Die Special Effects sind so trashig, dass es Absicht sein muss und dass es irgendwie wieder gut sein kann. Es passieren so absurde Dinge, dass man irgendwann mit allem rechnet.

Auch diese Serie, wie vermutlich die meisten Serien und Filmen, empfehle ich, auf englisch zu schauen. Die Akzente und Witze sind so toll im Original und schon David Tennant fluchen zu hören, ist es wert.

Im Bild: Michael Sheen und David Tennant

Habt ihr die Serie schon gesehen und mögt ihr sie auch so sehr wie ich?

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    1. Ich hab die Serie nicht gesehen, aber das Buch gelesen (als Terry Pratchett Fan ist das ein Muss) und zu dem Humor: Er ist….speziell, aber wer die Scheibenwelt-Bücher gelesen hat, dem ist das nicht fremd. Zur Story: Sie hat diesen typischen Terry-Pratchett-Storyverlauf, also Anfang, Rumgeeiere, Problem, Problem wird krasser, irgendeine abgefahrene Lösung, Ende. Auch noch zu erwähnen: Das Buch hat keine Kapitel.

      1. Das Buch hab ich hier übrigens auch schon rezensiert, der Link dazu ist oben in der Rezension. Da gehe ich auch nochmal mehr auf den Plot und so weiter ein.
        Ich bin leider bisher noch nicht dazu gekommen, weitere Bücher von Terry Pratchett zu lesen, aber ich habe schon von seinem Humor gehört und bin gespannt, irgendwann mal in die Scheibenwelt einzutauchen.

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