Andromedas Fluch, die Clans von Faircrest – Lara Lavenza

Eine schnuckelige Kleinstadt in England, drei Familienclans, jedes Jahr ein Toter – und mittendrin Lizzie. Ein Buch über Familie und ihre Geheimnisse, Freundschaft, Liebe und Tod. Sehr schön für kalte Tage mit einer warmen Decke und einer Tasse Tee.

Infos:

  • Seiten: 424
  • erschienen: 2019
  • Verlag: Piper
  • Originalsprache: deutsch

Inhalt:

Der Legende nach hat die Göttin Andromeda vor vielen Jahren aus Sternen die Stadt Faircrest und drei Clans gemacht – als Gegenleistung muss jedes Jahr im Oktober ein Clanmitglied sterben.

Die 17-jährige Lizzie gehört einem der Clans an und hat vor vier Jahren bereits ihren Vater an den Fluch verloren. Jetzt will sie herausfinden, was es eigentlich damit auf sich hat.

Zuerst stößt sie mit ihrem Vorhaben nur auf Verärgerung, aber dann findet sie doch Verbündete innerhalb der Clans.

Währenddessen rückt aber auch das Andromeda-Bankett näher und mit ihm der Tag, an dem ein Clanmitglied (wie immer an Herzversagen) sterben wird.

Und neben all diesen wichtigen Dingen muss Lizzie auch noch damit klarkommen, dass ihre beste Freundin Morgan jetzt einen Freund hat, während Lizzie immer noch ihrem Jugendschwarm Robert hinterher hängt.

In der Nacht des Banketts stirbt schließlich eine Person – aber es ist nicht wie sonst, das altersschwächste Mitglied der Clans. Lizzie muss sich die Frage stellen, ob das alles von Menschen geplant wird, oder ob am Ende doch Andromeda dahintersteckt.

Meine Meinung:

Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch den YouTube Kanal von Lara Lavenza (hier gehts zu ihrem Kanal), den ich sehr mag.

Ich muss sagen, dass ich die Stimmung das ganze Buch über sehr gut fand. Es war eine sehr schöne und gemütliche Atmosphäre, weshalb sich dieses Buch sehr gut für den Herbst eignet.

Lizzie war mir ziemlich sympathisch und auch nicht so klischeehaft, wie es die Protagonistin leider in sehr vielen New Adult und Young Adult (erkläre mir bitte mal jemand den Unterschied!) Romanen sind. Ich mag, dass Lizzie und auch Morgan Bücher mögen und einfach zu zweit ihr Ding machen. Die Beziehungen und das Interagieren der Charaktere miteinander war sehr natürlich, was ich gut fand.

Dass Lizzie mit ihrer Mutter und Tante zusammen lebt und es eine strenge Großmutter gibt, die das Sagen hat, allegemein die Clansituation hat mich anfangs ein bisschen an die Edelsteintrilogie erinnert, was ich jetzt aber nicht schlecht fand, weil ich dieses Szenario sehr gerne mag.

Was ich auch sehr gerne mag ist, wenn Geschichten in einer Stadt spielen und sich mit den Menschen dort beschäftigen, was dieses Buch ziemlich gut erfüllt, auch wenn großteils die Clans portraitiert werden. Das Setting war also echt gut und ich meine, die Figuren gehen mitten in der Nacht in ein Kunstmuseum, wenn das keine Hammeratmosspäre ist, dann weiß ich auch nicht.

Dann muss ich noch sagen, dass im Klappentext und überall nur steht, dass Lizzie das Geheimnis um Andromeda herausfinden möchte. Tatsächlich geht es aber auch sehr viel um Beziehungen (nicht nur im romantischen Sinne) und daher gehört die Geschichte mehr in Richtung Young Adult (oder New Adult?). Die Frage um die Todesfällen schwebt eher über allem und wird immer mal wieder aufgegriffen. Natürlich ist das der Kern dieses Romans, aber ich war durch den Klappentext auf mehr Krimi gefasst. Trotz dem war das nicht schlecht für mich und die Story, die ich als Jugendroman mit Mystery Elementen bezeichnen würde.

Was den Plot angeht, war er für mich teils sehr voraussehbar und doch gab es am Ende ein paar gute Wendungen, die ich so nicht vorausgesagt hätte. Apropos Ende: auf den letzten paar Seiten, wenn man denkt, die Auflösung schon zu kennen, kommt alles noch mal ganz anders (ich hoffe, das war jetzt kein Spoiler) und da dachte ich echt nur noch Whatthefuck?

Bis zur Mitte war die Handlung super nach meinem Geschmack, aber ab einem Punkt hab ich ein bisschen das Interesse verloren. Es war danach zwar noch spannend, ich dachte aber auch manchmal muss das jetzt wirklich sein? und die Stimmung war nicht mehr so ganz da.

Jedoch hat mich Diese Geschichte sehr gut unterhalten und ist auf jeden Fall lesenswert!

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