Ein gutes Omen – Terry Pratchett & Neil Gaiman

Wenn du ein verrücktes Buch über die Apokalypse mit bissigem Humor und wundervoll durchgedrehten Charakteren lesen möchtest, dann bist du hier richtig. Denn genau so ein Buch ist Ein gutes Omen.

Infos:

  • Seiten: 460
  • erschienen: 1990
  • Verlag: Piper
  • Originalsprache: englisch
  • Originaltitel: Good Omens

Inhalt:

Der Dämon Crowley soll den Antichristen – den Sohn des Satans, dem die Aufgabe zusteht, die Erde zu zerstören – zu menschlichen Eltern bringen, wo er aufwachsen soll, bis mit seinem elften Geburtstag die Apokalypse eingeläutet wird.

Crowley hat aber gar keine Lust auf ein Armageddon. In den sechstausend Jahren, in denen die Erde schon existiert, hat er sie und ihre Bequemlichkeiten zu schätzen gelernt. Er und der Engel Arziraphael wollen den jungen Antichrist dazu bringen, seine bösen Kräfte nicht zu entwickeln. Umso schockierender ist es, als sie erfahren, dass der Antichrist als Baby mit einem anderen vertauscht wurde und keiner weiß wo er jetzt ist.

Währenddessen begleiten wir auch Anathema Apparat: junge Okkultistin und Nachfahrin der letzten wahren Hexe, Agnes Spinner. Von ihr hat sie auch ein Buch voller Prophezeiungen geerbt, welche die Zukunft haargenau voraussagen. Sie zieht zu Forschungszwecken in das kleine Dorf Tadfield, in dem auch Adam Young wohnt, für nicht-Erdenbewohner besser bekannt als der Antichrist.

Durch einen sogenannten Hexenjäger Feldwebel bekommen auch Crowley und Erziraphael Wind davon und machen sich dorthin auf. Aber mit Adams elftem Geburtstag machten sich auch die vier apokalyptischen Reiter auf den Weg. Alle endet in Tadfield, aber ist es überhaupt noch möglich, die Apokalypse aufzuhalten?

Meine Meinung:

Ich habe angefangen, es zu lesen und war sofort verliebt in diesen trockenen, englischen, skurrilen Humor und die wundervollen Figuren. Die Geschichte ist in einem so guten Ton geschrieben.

Allerdings fand ich die Geschichte auch sehr unverständlich und ich bin nicht wirklich mit der Handlung mitgekommen. Ich habe fundamentale Wendungen in der Geschichte nicht verstanden und deshalb war die gesamte Handlung für mich sehr unlogisch. Erst durch das Schauen der Serie (dazu bald mehr in der Serienrezension) ist mir die Handlung nach und nach klar geworden. Die Geschichte ist nicht in Kapitel eingeteilt, was für mich nochmal verwirrend war, da die Perspektiven von Absatz zu Absatz gesprungen sind. Und oft wurden Dinge erzählt, die scheinbar in überhaupt keinem Zusammenhang mit der Handlung standen (im Endeffekt taten sie das dann doch, aber es war trotzdem verwirrend).

Das ist mein größter Kritikpunkt an dem Buch, denn sonst hat es mir sehr gut gefallen. Wie bereits erwähnt, sind die Figuren einfach fantastisch und liebenswürdig, besonders natürlich die zwei Protagonisten Crowley und Erziraphael. Aber auch Anathema Apparat, Newt Läuterer, Hexensucher Feldwebel Shadwell, Schwester Maria Redeviel und wie sie alle heißen, sind so kreativ und lustig, dass es nicht langweilig wird.

Kreativ ist dieses Buch sowieso. Mit allerlei Anspielungen auf gewisse geschichtliche und biblische Ereignisse versehen. Die Story ist, (wenn man sie denn versteht) auch wirklich detailliert und spannend. Es ist echt interessant, wie die Apokalypse hier aufgegriffen wurde und der Schauplatz London ist natürlich auch sehr schön.

Für dieses Buch bedarf es glaube ich eines Fazits. Ich würde es definitiv empfehlen für alle, die schrägen Humor mögen und auf durchgedrehte Apokalypsenromane stehen. Aber ich würde zur Orientierung mindestens genau so empfehlen, die Serie (Good Omens, Amazon Prime) zu schauen, da sie mir wirklich sehr geholfen hat, die Handlung zu verstehen und ich jetzt viel mehr in das Fandom auch eintauchen kann.

Hast du das Buch schon gelesen? Schreib es mir gerne, ich freue mich auf deine Meinung!

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