Daisy Jones & The Six – Taylor Jenkins Reid

Dieses Buch wurde ja vor einiger Zeit unglaublich gehypt. Ich fand, dass es sich gut anhörte und setzte es auf meine Wunschliste. Vor Kurzem ist es dann endlich auch auf deutsch erschienen und ich habe es (fast) sofort gelesen.

Infos:

  • Seiten: 368
  • erschienen (auf deutsch): 2020
  • Verlag: Ullstein
  • Originalsprache: amerikanisches englisch
  • Originaltitel: Daisy Jones & The Six

Inhalt:

Es ist die Zeit des Rock’n’Roll und Daisy, ein reiches aber einsames Mädchen mit großen Augen und einer Wahnsinnsstimme entdeckt, dass Drogen gegen Traurigkeit helfen.

Zeitgleich erkämpft sich die Bluesrockband der Brüder Billy und Graham Dunne, The Six, mit ihrem ersten Album einen Platz im Musikbusiness. Wenn sie aber richtig durchstarten wollen, müssen sie nachlegen.

Zum ersten mal kreuzen sich ihre Wege, als Daisy für einen Song mit der Band zusammenarbeitet. Sie ist stur, stolz und lässt sich von niemandem was sagen. Aber ihre Stimme zusammen mit Billys ist einfach der Hammer.

Der Song wird ein Hit und es wird beschlossen, dass The Six ein Album zusammen mit Daisy aufnehmen sollen. Diese rutscht allerdings immer Tiefer in ihre Drogensucht ab. Für Billy, welcher erst kurz zuvor für seine Familie clean geworden ist, noch ein weiterer Grund, Daisy absolut nicht ausstehen zu können.

Und doch ist da etwas, wenn sie zusammen singen, das sie verbindet und das sie beide nicht bestimmen können…

Meine Meinung:

Anfangs hatte ich sowohl mit den klischeehaften Figuren, als auch mit dem Schreibstil ein Problem. Das hat sich allerdings nach und nach komplett geändert!

Die Charaktere begannen immer mehr, mich zu interessieren, auch wenn mir nicht alle sympathisch waren, und ich fand immer mehr Gefallen an dem spannenden Format. Das Buch ist nämlich in Interviewform geschrieben. Das heißt, die Bandmitglieder und andere Personen erzählen die Ereignisse aus ihrer eigenen Sicht, die sich durchaus mal unterscheiden kann.

Es geht auch viel um Drogensucht, unter der besonders Daisy leidet und obwohl ich natürlich weiß, was Drogen für Folgen haben können, war es erschreckend zu sehen, wie handlungsunfähig jemand so Starkes dadurch wird.

Die Zeit von The Six waren die Siebziger und demnach total mein Musikgeschmack. Gerade am Anfang des Buches wurden viele Referenzen zu anderen Künstlern und Bands gemacht, was mir sehr gefallen hat.

Die Autorin hat sich echt gut informiert, was die ganze Musikbranche angeht. Ich habe schon ein paar Biographien von Künstlern dieser Zeit gelesen und hier war die Atmosphäre meiner Meinung nach perfekt wiedergegeben.Das wiederum hat den Roman nur noch realistischer gemacht. Die Charaktere waren wirklich echt und es war richtig schlimm für mich, ihre Songs nicht anhören zu können, da diese nicht existieren. Deshalb hab ich die ganze zeit während dem Lesen Songs aus den Siebzigerjahren gehört, weil ich solche Lust auf die Musik hatte.

Das Ende war dann unerwartet nochmal ziemlich emotional, sodass meine Augen tatsächlich ein wenig feucht wurden. Und ich weine nicht so oft bei Büchern.

Insgesamt also eine höchst interessante Biographie, die ich jedem empfehlen würde, der mit der Musik aus den Siebzigern etwas anfangen kann. Dieses Buch ist mir echt ans Herz gewachsen!

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