Der Alchimist – Paolo Coelho

Infos:

  • Seiten: 173
  • erschienen: 1996
  • Verlag: Diogenes
  • Originalsprache: portugisisch
  • Originaltitel: “O Alquimista”

Inhalt:

Ein junger andalusischer Schafhirte träumt mehrmals von einem Schatz, welcher bei den Pyramiden für ihn versteckt ist. Daraufhin trifft er auf einen Mann, der ihm rät, diesem Traum nachzugehen. Also verkauft der junge Mann seine Schafe und macht sich auf nach Afrika zu den Pyramieden. Unterwegs trifft er viele unterschiedliche Menschen und macht viele Erfahrungen. Vor allem aber erfährt er viel über seinen persönlichen Lebensweg und über sein Herz. Und wie wichtig es ist, seinen Träumen nachzugehen, bevor es zu spät ist.

Meine Meinung:

In diesem doch recht dünnen Roman steht weniger die Handlung und vielmehr die Gedanken im Vordergrund. Zwar erlebt der Jüngling sehr viel, aber es sind die Weisheiten die er daraus zieht, welche so inspirierend sind.

Ohne jemals verstanden zu haben, dass die Liebe niemals jemanden hindert, seine innere Bestimmung zu erfüllen. Wenn das nämlich passiert, dann war es nicht die wahre Liebe, die, welche die Sprache der Welt versteht.

Paolo Coelho – Der Alchimist

Es hat Spaß gemacht, den Schafhirten auf seiner Reise zu sich selbst zu begleiten. Sehr oft war vom Lebensweg und der Weltenseele die Sprache und es ging viel darum, die Zeichen zu beachten und sich vom Herzen leiten zu lassen. Das war sehr spanned für mich auch wenn ich nicht mit allem zu hundert Prozent einer Meinung war.

Auch Religion spielt eine zentrale Rolle, sowohl das Christentum, als auch der Islam, da unser Protagonist Christ ist, ihm jedoch viele Muslime begegnen. Dementsprechend war natürlich auch oft die Rede davon, dass Allah bzw. Gott einen leiten wird.

Der Schreibstil war schlicht und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel waren sehr kurz und dadurch bin ich nur so durch das Buch geflogen.

Man weiß nicht genau, wann die Geschichte spielt, sie scheint zeitlos zu sein. In Anbetracht dessen, dass sie um 1988 geschrieben wurde, hätte ich mir aber gewünscht, dass mindestens eine Frau vorkommt, welche dem Protagonisten etwas mit auf den Weg gibt. So haben wir als einzige weibliche Rollen seine große Liebe und eine alte Wahrsagerin, welche aber nicht sonderlich gut wegkommt und auch nicht wirklich etwas beiträgt.

Das Ende fand ich dann im Vergleich zu allem davor ein wenig enttäuschend, wo doch das Glück des Geistes und das Erreichen der Träume so angepriesen worden war. Ich konnte einfach nicht ganz glauben (das ist jetzt ein kleiner Spoiler), dass der Lebenstraum letztendlich eine Truhe mit Geld war.

Trotz allem hat mit dieser kleine unaufgeregte Roman gut gefallen, ebenso wie die Ruhe, mit welcher er erzählt ist und die er ausstrahlt.

Ich gebe ⭐️⭐️⭐️⭐️

    Schlagwörter:

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.