Vox – Christina Dalcher

Infos:

  • 395 Seiten
  • erschienen 2018
  • Fischer Taschenbuch Verlag
  • Originalsprache englisch

Inhalt:

Amerika irgendwann im 21. Jahrhundert: Noch vor einem Jahr schien es der Linguistin Jean ebenso wie vielen anderen Frauen unmöglich, dass ihnen plötzlich alle Rechte entzogen werden könnten. Genau das passiert aber, als ein neuer Präsident an die Macht kommt und jede Frau, sogar Jeans vierjährige Tochter ein Armband bekommt, welches die täglichen Wörter auf Hundert beschränkt. Jegliche andere Kommunikation ist verboten. Wer sich wehrt, wird zur Zwangsarbeit weggekarrt. Die einzige Aufgabe der Frauen ist es ab jetzt, den Haushalt zu führen und sich um die Kinder zu kümmern. 

Als der Bruder des Präsidenten jedoch einen Unfall hat, durch welchen er eine Sprachstörung bekommt, an deren Heilung Jean bis zuletzt mit ihrem Team gearbeitet hat, wird ihr der Wortzähler abgenommen und sie soll in kurzer Zeit das Gegenmittel herstellen. 

Sobald sie dieses allerdings hat, werden ihre Worte wieder begrenzt sein, und deshalb ergreift Jean die Chance, sich zu wehren. 

Meine Meinung:

Dieses buch hat mich (vor allem am Anfang) sehr wütend gemacht. Wütend auf alle Charaktere, die die Herabsetzung der Frau so befürworten, wohl wissend, dass es leider wirklich Menschen gibt, die so denken. Es hat mich schockiert, wie tief diese Meinung sitzt und wie sie Kindern und Jugendlichen schon in der Schule eingepflanzt wird. Dieses System ist ja keineswegs neu, sondern wurde in Nazideutschland etc. angewendet. 

Die Gewissheit der Menschen, dass so etwas nicht mehr passieren kann und dass genau das dann doch passiert, fand ich wirklich schockierend und hat mich sehr an das Buch Die Welle von Morton Rhue erinnert. 

Ab der Mitte konnte ich die Handlungen von Jean, welche mir leider nicht sehr sympathisch war, nicht mehr so ganz nachvollziehen. Ich fand es auch nicht sehr toll, dass sie sich eigentlich nur um ihre Tochter gekümmert hat (die natürlich als Mädchen sehr viel mehr durchmachen muss, klar, aber es wahr, als wären ihre anderen Kinder minder wichtig).

Im letzten Drittel fand ich die Handlung teils etwas wirr und konnte ihr nicht immer folgen. 

Das Ende war nicht schlecht, aber ein bisschen seicht. 

Fazit:

Ich fand die Thematik sehr spannend. Leider war die Handlung nicht immer gut und die Charaktere nicht sympathisch. Trotzdem war es eine gute Dystopie und ich möchte in nächster Zeit gerne noch mehr in die Richtung lesen. 

Ich gebe dem Buch ⭐️⭐️⭐️

    Schlagwörter:

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.